Wir leben jahrzehntelang in vertrauter Umgebung und ahnen nur, dass das nicht alles sein kann. Wir träumen von dem, was sein müsste und bleiben doch den wirklich wichtigen Dingen entrückt, weil uns das Alltägliche zu sehr fordert. Manchmal wagen wir einen radikalen Ausbruch, manchmal aber auch sind Veränderungen nur schleichend, kaum wahrnehmbar und erst auf lange Sicht mit Folgen verbunden, die uns für unser ganzes Leben ändern.
Der Hauptfigur Schober in Abriss Leben passiert so etwas. Ausgerechnet an jenem Tag, da er gelangweilt seine Heimatstadt verlassen will, trifft der Achtundzwanzigjährige auf einen zwanzigjährigen, vorm Supermarkt schnorrenden Punk. Nichts ist plötzlich mehr, wie es war. Schober taucht ein in eine fremde Welt, die laut und dreckig ist, grell, schockierend und dumpf. Bis aus der anfänglichen Faszination, der auch er sich staunend hin gibt, wie ein kleines Kind, nur hilfloses Ausgeliefertsein wird. (in Arbeit)



